Was tun bei LRS? Erste Schritte für Eltern
Viele Kinder haben Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung. Wenn die Probleme trotz Übung lange bestehen, kann eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) oder Legasthenie dahinterstecken. Dieser Überblick ersetzt keine Beratung – er hilft beim Einordnen.
Anzeichen ernst nehmen
- Auch geübte Wörter werden immer wieder unterschiedlich falsch geschrieben.
- Buchstaben fehlen, sind vertauscht oder zu viel.
- Lesen ist sehr mühsam und langsam.
- Das Kind ist frustriert, obwohl es sich anstrengt.
Mit der Schule sprechen
Die Lehrkraft kennt die Leistungen im Vergleich zur Klasse. In vielen Bundesländern gibt es Regelungen zum Nachteilsausgleich oder Notenschutz bei LRS. Fragt nach den Möglichkeiten an eurer Schule.
Fachliche Abklärung
Eine Diagnose stellen Fachleute, zum Beispiel Kinder- und Jugendpsychiaterinnen und -psychiater, schulpsychologische Beratungsstellen oder spezialisierte Therapeutinnen und Therapeuten. Sie können auch eine passende Förderung empfehlen.
Zu Hause unterstützen
- Regelmäßig und kurz üben, ohne Druck.
- Fehler nicht bestrafen, sondern als Hinweis sehen.
- Stärken des Kindes betonen – auch außerhalb der Schule.
- Übungs-Apps wie Wortkicker können ergänzen, ersetzen aber keine Therapie.